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 Kampfkünste und Tradition

Die chinesischen Kampfkünste gehen auf Ursprünge zurück, die bis ins dritte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurückreichen. Die heute bekannten traditionellen Künste sind größtenteils zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert entwickelt worden. Die geistigen Ursprünge sind in den drei großen Determinanten der chinesischen Philosophie zu suchen: dem Konfuzianismus, dem Daoismus und dem Chan-Buddhismus. Das Wing Chun ist, ohne viele äußere diesbezügliche Traditionen zu pflegen, ein Produkt dieser philosophischen Strömungen und "lehrt" viele ihrer grundlegenden Maximen durch seine Übungsmethoden und Prinzipien.

Philosophie, Meditationstechniken und Chi-Übung (Chi (Qi) = innere Kraft, Lebensenergie) sind gewissermaßen unsichtbar im Wing Chun verpackt. Der Kampfkünstler sollte sich auch der moralischen Werte bewußt sein, die bei der Entstehung des Quanfa (auch Chuan-fa = Kampfkünste, meistens als Gongfu, Gung Fu oder Kung Fu bekannt) Pate standen. Vieles im Selbstverständnis des Kung Fu geht zurück auf die halb-mythische Tradition der 'Wandernden Ritter' des frühen China - legendäre Kämpfer, die die Armen und Schwachen schützten und Ungerechtigkeiten bekämpften. So wurden auch später große Kämpfer oft zu Volkshelden und inspirierten ihrerseits die Schaffung und Entwicklung der Kampfkünste. Außergewöhnliche Schwertkämpfer wurden ob ihrer hochentwickelten physischen wie spirituellen Fähigkeiten oft gar zu 'Heiligen des Schwertes' erklärt.

 

Die Entstehung des Wing Chun

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Die Entstehung unserer Kampfkunst ist nicht mehr zweifelsfrei nachzuvollziehen. Die bekannte Legende von der Shaolin-Nonne Ng Mui und ihrer Schülerin, der bedrängten jungen Frau Yim Wing Chun, die sich mit Hilfe der neuartigen, überlegenen Kampfkunst ihres Peinigers entledigen konnte, ist aller Wahrscheinlichkeit nach eben nur eine Legende, erdacht, um die Autoritäten zu täuschen und sich vor Verfolgung zu schützen.

Die frühesten nachweisbaren Wing Chun-Exponenten, die Angehörigen der Hung Suen-Operntruppe (Hung Suen = Rote Dschunke) waren nämlich Mitglieder einer gegen die Mandschu-Regierung gerichteten Geheimgesellschaft. Man legte schon aus diesen Gründen falsche Spuren, aber sicher wollte man sich auch bewußt in die Tradition von Siu Lam (Shaolin) stellen, das sich gegen die Regierung gestellt hatte und dafür mit der Zerstörung wahrscheinlich mehrerer Tempel bestraft wurde.

Möglicherweise geht sogar der Name Wing Chun (Lob des Frühlings oder, bei etwas anderer, möglicherweise der ursprünglichen Schreibweise, Ewiger Frühling) auf ein als Code verkürztes Motto der Mandschu-Gegner zurück. Eine reale Verbindung zum Shaolin-Tempel könnte es gegeben haben (auch dafür gibt es Anhaltspunkte), nachzuweisen ist sie aber bisher nicht. Kurz: man weiß einigermaßen sicher nur, daß die Leute der Roten Dschunke um das Jahr 1850 herum Wing Chun oder eine Art Proto-Wing Chun betrieben und weiterentwickelten. Wahrscheinlich waren Wing Chun-Kämpfer am Boxeraufstand beteiligt, der von den Acht Nationen blutig niedergeschlagen wurde.

Von dort ausgehend, lassen sich etliche Wing Chun Linien weiterverfolgen, darunter auch die Linie über Leung Jan (der von Mitgliedern der Roten Dschunke lernte) und Chan Wah Shun zu Grossmeister Yip Man und dessen Schüler Lok Yiu, nach dem wir unser Wing Chun als Lok Yiu Wing Chun Kuen bezeichnen. Großmeister Yip Man hatte sich in seiner Heimatstadt Fatshan über Jahre der Vervollkommnung seines Wing Chun widmen konnte. 1949 musste Grossmeister Yip Man China verlassen und ging zuerst nach Macao. Nach einigen Wochen zog er dann nach Hong Kong.

 

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Lok Yiu Wing Chun

Meister Lok Yiu lebte 8 Jahre lang mit Großmeister Yip Man unter einem Dach und erlernte in dieser Zeit die Kunst in Perfektion. Er hat Yip Man lange Zeit assistiert und mehr als vier Jahrzehnte in seiner eigenen Schule unterrichtet. Er starb 2006 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Seine Söhne Lok Kwong und Lok Sang (beide Jg. 1957) lernten seit ihrem 16. Lebensjahr von ihrem Vater und haben ebenfalls die Meisterschaft erreicht. Sie führen nach dem Tod ihres Vaters seine Schule in Hong Kong fort.

Wilhelm Blech (Jahrgang 1952) betrieb seit seiner Jugend Kampfsport und Selbstverteidigung. Unter anderem hat er 15 Jahre lang von verschiedenen Lehrern in Europa Wing Chun gelernt. 1992 reiste er mit seinen ältesten Schülern nach Hong Kong, um zu den Wurzeln der Kampfkunst vorzustoßen. Tatsächlich erhielt er einen Besuchstermin bei Meister Lok Yiu, dessen Fertigkeiten alles in den Schatten stellten, was die Europäer bisher gesehen hatten. Meister Lok Yiu nahm Wilhelm Blech schließlich als ersten und einzigen Europäischen Schüler an und authorisierte ihn, die Kunst in Europa weiter zu vermitteln.

Viele Jahre reiste Si-Fu Blech fast jedes Jahr nach Hong Kong, um von Meister Lok Yiu und seinen Söhnen Meister Lok Kwong und Meister Lok Sang zu lernen. Er gründete die European Lok Yiu Wing Chun International Martial Art Association (ELYWCIMAA) und unterrichtet Schüler aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Tschechien und Kroatien, die ihrerseits das Wing Chun in ihrer Heimat weitergeben. Wilhelm Blech verstarb im Sommer 2012 wenige Wochen nach seinem sechzigsten Geburtstag nach langer schwerer Krankheit. Wir sind unserem Si-Fu, Wilhelm Belch, ewig dankbar, dass er uns in dieser wunderbaren Kampfkunst nach der traditionellen Lehre von Meister Lok Yiu unterrichtet hat. Wir werden sein Andenken stets in Ehre halten. 

Lok Yiu Wing Chun Kung Fu Schule Bühl
Si-Fu Udo Großmann
Am Grasweg 7
77815 Bühl/Baden
Telefon: 0 72 23 / 80 16 00
Mobil: 01 75 / 81 222 94
Mail: info@wing-chun-kung-fu.com

Öffnungszeiten:

Montag: 18:30 Uhr - 21:30 Uhr
Mittwoch: 18:30 Uhr - 21:30 Uhr

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